Die Sonderregelungen im Rahmen der vereinfachten Antragstellung enden.

Beratungstermine sind wieder verpflichtend.

Weiterbewilligungsantrag ab 01. September 2020 wieder notwendig

Kunden müssen während der Corona-Pandemie keinen Weiterbewilligungsantrag auf Arbeitslosengeld II stellen. Für Bewilligungszeiträume, die in der Zeit vom 31. März 2020 bis einschließlich 30. August 2020 enden, werden die Leistungen automatisch weiter bewilligt. Diese Regelung läuft zum 30. August 2020 aus.

 

Jobcenter verschicken deshalb seit dem 20. Juli 2020 Schreiben an alle Kunden, deren Arbeitslosengeld II ab dem 31. August 2020 endet. Die Weiterbewilligungsanträge müssen rechtzeitig in den Jobcentern eingehen, bevor das Arbeitslosengeld II ausläuft. Eine Verlängerung ohne erneute Antragstellung ist nicht mehr möglich. Der Weiterbewilligungsantrag kann auch bequem über das Online Portal www.jobcenter.digital gestellt und übermittelt werden.

 

Sonderregelungen zur Vermögensprüfung und Übernahme der Kosten der Unterkunft bis 30. September 2020 verlängert

Die Regelungen zur vereinfachten Vermögensprüfung und zur Übernahme der Kosten der Unterkunft gelten bis zum 30. September 2020. Bei einer vereinfachten Vermögensprüfung prüft das Jobcenter das Vermögen nur dann, wenn es „erheblich“ ist. „Erheblich“ ist ein Vermögen, wenn es 60.000 Euro sowie 30.000 Euro für jedes weitere Haushaltsmitglied übersteigt. Kosten der Unterkunft inklusive Heizung und Nebenkosten erkennen Jobcenter in der vollen Höhe an.

 

Für alle Neu- und Weiterbewilligungsanträge, die ab dem 1. Oktober 2020 gestellt werden, gelten die bisher bekannten Regeln der Grundsicherung: Die Jobcenter prüfen, ob Vermögen vorhanden ist und ob die Kosten der Unterkunft angemessen sind. Notwendige Nachweise fordern die Jobcenter bei den Kunden an.

 

Präsenzberatung im Jobcenter

Mit Beginn der Corona-Pandemie hat das Jobcenter Barnim alle persönlichen Beratungsgespräche zur beruflichen Integration ausschließlich telefonisch durchgeführt.

Manche Anliegen lassen sich in einem persönlichen Gespräch vor Ort besser und unkomplizierter klären, sodass wieder persönliche Beratungstermine vergeben werden.

 

„Im Vordergrund steht bei jedem Termin, die passenden Unterstützungs- und Beratungsangebote zu unterbreiten. Bei diesen Gesprächsterminen handelt es sich um Termine, die wahrgenommen werden müssen. Das heißt, hier besteht eine sogenannte Meldepflicht.“, informiert Gaby Wehrens, Geschäftsführerin des Jobcenter Barnim. „Wir informieren unsere Kundinnen und Kunden im Einladungsschreiben über die Rechtsfolgen, die eintreten können, wenn man einer Einladung zu einem Termin nicht nachkommt und hierfür kein wichtiger Grund bzw. kein Härtefall vorliegt. Im Falle einer Krankheit/Erkältung sollen Termine abgesagt werden. Dies wird als wichtiger Grund anerkannt.“, so Wehrens weiter. 

 

Die Einladungsschreiben enthalten die Telefonnummern der Arbeitsvermittler. Sollte ein Termin nicht wahrgenommen werden können, so kann dieser in Absprache mit dem Vermittler auch verschoben werden.

 

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage: www.jobcenter-barnim.de